{"id":546,"date":"2015-06-16T14:48:27","date_gmt":"2015-06-16T12:48:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.doctor-license.com\/blog\/?p=546"},"modified":"2015-10-27T17:11:49","modified_gmt":"2015-10-27T15:11:49","slug":"sap-deutschland-beschrankt-den-nachkauf-von-limited-professional-nutzern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.doctor-license.com\/blog\/?p=546","title":{"rendered":"SAP Deutschland beschr\u00e4nkt den Nachkauf von Limited Professional Nutzern"},"content":{"rendered":"<p>Ein k\u00fcrzlich verschickter Brief an fast alle Anwender-Unternehmen in Deutschland und \u00d6sterreich l\u00e4sst die Kunden aufhorchen:<\/p>\n<p>Es geht um die <strong>Versagung der Nachkaufm\u00f6glichkeit<\/strong> f\u00fcr SAP Application Limited Professional User und SAP Business Suite Limited Professional User, soweit deren Nutzungsrechte in den jeweiligen Softwarebestellungen nicht &#8216;ausreichend&#8217; pr\u00e4zisiert wurden. Die betroffene Userkategorie war mit der Neuausgabe der Preisliste im Juli 2014 f\u00fcr Neugesch\u00e4fte g\u00e4nzlich gestrichen worden und war bisher f\u00fcr existierende Kunden\u00a0 im Rahmen des Zukaufs &#8216;more of the same&#8217; nach wie vor beziehbar.<\/p>\n<h3>Historie<\/h3>\n<p>Die Nutzerkategorie Limited Professional (&#8216;LPU&#8217;) war bisher f\u00fcr viele Unternehmen sehr attraktiv, um Gelegenheitsnutzer oder Nutzer mit einem eingeschr\u00e4nkten Zugriff auf wenige Transaktionen vom doppelt so teueren Professional User abzugrenzen. Gleichzeitig bot diese preiswerte Kategorie dem SAP-Vertrieb die M\u00f6glichkeit, Firmen mit kleinerem Budget f\u00fcr die SAP-Nutzung zu gewinnen. Eine seit 2001 g\u00fcltige Regel, nach der die Anzahl von Limited-Professional-Nutzer nur maximal 15% der Professional-Nutzer betragen durfte, wurde in der Praxis h\u00e4ufig verletzt oder wegverhandelt. 2011 wurde die Grenze auf 50% angehoben, was der Praxis eher entsprach.<\/p>\n<p>\u00dcber die Jahre pr\u00e4gte sich in der Preisliste eine immer gr\u00f6\u00dfere Anzahl von Spezialusern auf, die mit \u00fcber 17 Sonderkategorien in der Preisliste 2013 ihren H\u00f6hepunkt erreichte. Die Definition der Nutzerkategorie in der Preis- und Konditionenliste (&#8216;PKL&#8217;) der SAP wurde fast j\u00e4hrlich angepasst. Die unklaren Verh\u00e4ltnisse f\u00fchrten zu Nachfragen und zum Verdruss der Kunden.<\/p>\n<h4><a href=\"http:\/\/www.doctor-license.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/komp_Tischgruppe.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-551\" src=\"http:\/\/www.doctor-license.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/komp_Tischgruppe.jpg\" alt=\"komp_Tischgruppe\" width=\"448\" height=\"299\" srcset=\"https:\/\/www.doctor-license.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/komp_Tischgruppe.jpg 448w, https:\/\/www.doctor-license.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/komp_Tischgruppe-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 448px) 100vw, 448px\" \/><\/a><\/h4>\n<h5>Unklarheiten beseitigen, aber wie?<\/h5>\n<h3>Fristsetzung zur \u00c4nderung bestehender Vertr\u00e4ge?<\/h3>\n<p>Nun fordert die SAP als Voraussetzung f\u00fcr den weiteren Bezug von Limited-Professional-Nutzern, dass der Kunde eine Erg\u00e4nzung seines Lizenzvertrags vornehmen muss, mit dessen Hilfe die allgemein gehaltene Definition der Nutzerkategorie auf konkrete Szenarien eingeschr\u00e4nkt wird. Darf ein Lizenzgeber eine Nachkaufm\u00f6glichkeit einschr\u00e4nken, die ja immerhin wesentlich zum Erhalt der Software-Compliance sein d\u00fcrfte?<\/p>\n<h3>Was bedeutet dies?<\/h3>\n<p>Bisher konnte das Anwender-Unternehmen bei neuen Nutzerrollen nach Gutd\u00fcnken handeln, wenn es um die Zuordnung der erforderlichen Nutzerkategorie ging.\u00a0 Nun sollen bestehende Vertr\u00e4ge auf den Pr\u00fcfstand und angepasst werden. Dazu wird die seit 2009 in der PKL formulierte Regel, der LPU m\u00fcsse in seinen Nutzungsrechten definiert sein (&#8220;Im Vertrag m\u00fcssen die eingeschr\u00e4nkten Nutzungsrechte dieser Limited-Professional-Nutzer definiert sein&#8221;). Neben der rechtlichen Frage der Zul\u00e4ssigkeit einer solchen Forderung nach Vertragsanpassung steht die Frage im Raum, ob \u00fcberhaupt gekl\u00e4rt ist, in welcher Form eine solche Definition sinnvoll, akzeptabel oder als Eingriff in l\u00e4ngst begebene Rechte zu verstehen ist. Es fehlt n\u00e4mlich an der Norm, die eine &#8216;ausreichende&#8217; Definition begr\u00fcnden w\u00fcrde.<\/p>\n<h3>Wie sollte das Anwender-Unternehmen reagieren?<\/h3>\n<p>Soweit es die rechtliche Dimension dieses Vorgangs betrifft, sei die Bewertung und das Verfahren den rechtsberatenden Berufen anheim gestellt.\u00a0 In der Rolle als Vertragspartner sollte man sich eine Fristverl\u00e4ngerung ausbedingen, um den Vorgang \u00fcberhaupt korrekt zu behandeln. So hat z.B. Rechtsanwalt Dr. Robert Fleuter (<a href=\"http:\/\/www.b-l-c.com\" target=\"_blank\">www.b-l-c.com<\/a>) ein <a href=\"http:\/\/www.silicon.de\/41615072\/sap-lizenz-dilemma-bei-limited-professional-user\/\" target=\"_blank\">pragmatisches Vorgehen<\/a> entwickelt, sich kurzfristig den R\u00fccken freizuhalten. Grunds\u00e4tzlich bietet die Aufforderung von SAP auch einen positiven Hebel, wenn der User-Mix der Vergangenheit als unpassend oder zwanghaft empfunden wurde. Jetzt ist n\u00e4mlich der ideale Zeitpunkt, die &#8216;SAP-Extensions&#8217; zu nutzen und einen Eintausch von User-Lizenzen vorzubereiten. Wenn SAP &#8216;tabula rasa&#8217; w\u00fcnscht, sollte auch der Kunde seinen Vorteil dabei haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein k\u00fcrzlich verschickter Brief an fast alle Anwender-Unternehmen in Deutschland und \u00d6sterreich l\u00e4sst die Kunden aufhorchen: Es geht um die Versagung der Nachkaufm\u00f6glichkeit f\u00fcr SAP Application Limited Professional User und SAP Business Suite Limited Professional User, soweit deren Nutzungsrechte in den jeweiligen Softwarebestellungen nicht &#8216;ausreichend&#8217; pr\u00e4zisiert wurden. 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